Kirchen

Kirchen2018-10-05T00:47:13+00:00

Heiligstes Herz Jesu

Augsburger Str. 23
86157 Augsburg

 

Die größte Jugendstilkirche Süddeutschlands

Hier gehts zu einer 360° Innenansicht der Herz Jesu Kirche.

Hier gehts zur Kirchengeschichte.

Allgemeines

Im Zentrum von Pfersee erhebt sich weithin sichtbar die ockerfarbene Stadtpfarrkirche Herz Jesu. Sie wurde 1910 eingeweiht und zählt zu den frühesten und seltenen Beispielen des Jugendstils in der Sakralbaukunst. Der Jugendstil prägt den gesamten Innenraum der Kirche, angefangen bei den Deckenfeldern, den mit freier Ornamentik verzierten Kapitellen und den Malereien bis hin zur Apsis, die in den typischen Jugendstilfarben gold, violett, oliv und weiß gehalten ist.

Programmatisch ziert der Satz „Kommet zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid!“ (Mt 11,28) den Apsisbogen und lädt den Kirchenbesucher ein, sich in die Reihe der im Chorraum abgebildeten Personengruppen zu stellen. Sie pilgern mit ihren Sorgen und ihrer Mühsal zu Jesus, dem Auferstandenen, um bei ihm Befreiung und Erlösung zu finden. Alles, was uns bedrückt dürfen auch wir ihm ans Herz legen.

Kommen Sie in die Herz-Jesu-Kirche und entdecken Sie eine der schönsten Jugendstilkirchen Deutschlands. Der Kirchenführer liegt in der Kirche aus und kann dort und im Pfarrbüro für 3€ erworben werden.

Außenbeschreibung

Der reich gegliederte, hell verputzte Kirchenbau erhebt sich im Zentrum von Pfersee beherrschend über den gesamten Stadtteil. Der viereckige Westturm mit seiner hoch geschwungenen Haube in Form eines Helms ist mit seinen 72 Metern Höhe (zu- züglich dem 6,50 Meter hohen Kreuz) weithin sichtbar. Er überragte einst alle Fabrik-kamine und dominiert noch heute den gesamten Augsburger Westen – durchaus in harmonischem Zusammenklang mit dem das Stadtbild ebenfalls nachhaltig prägen- den Turm der Basilika St. Ulrich und Afra. In äußerst geschickter Weise steigert sich die Baugruppe der dreischiffigen Basilika auf einer Länge von 72 Metern von Ost nach West: Die halbkreisförmige Apsis im Osten liegt am mächtigen Langhaus (36 Meter hoch) an, das von den beiden Anbauten der Marienkapelle und der Sakristei samt kleineren Apsiden flankiert wird.

Über die ausladende Querschiffanlage (36 Meter breit) mit den anliegenden Treppen-türmchen, die von einem Dachreiter mit Zwiebelturm betont wird, führt die Anlage zum steil aufstrebenden Westturm mit Helm, der in das Langhaus einbezogen ist. Die Seitenschiffe sind hier seitlich von kleinen Apsiden begrenzt. Die fünfgeschossige Turmanlage mit den gestuften Strebepfeilern an den Ecken steigert die Höhenent-wicklung. Durch diese Strebepfeiler ergibt sich auch die Dreiteilung der Westfront mit dem Hauptportal und den beiden Nebenportalen. Die erst 1937 angebrachte, aber von Anfang an geplante Kreuzigungsgruppe steigert den monumentalen Charakter. Im obersten Geschoss befinden sich die Schalllöcher in Arkadenform, im Geschoss darunter die Zifferblätter der Turmuhr. Bemerkenswerte Details sind auch die beiden kleinen Bauplastiken aus Muschelkalkstein: ein Engel mit Fackel und eine Taube im Nest. Einzelne Elemente sind den romanischen Stilformen entnommen, allerdings stark vereinfacht, monumental gestrafft und so Ausdruck der beginnenden Moderne. Die Rundbogenfenster sind in ausgewogener Weise in Zweier-, Dreier- und Vierer-gruppierungen ausgerichtet und ebenfalls auf die monumentale Turmanlage hinge-ordnet; die Rundfenster des Mittelschiffes korrespondieren mit den zentralen Rosetten in den Querschifffronten.

Auszug aus dem Kirchenführer

Innenbeschreibung

Während das Äußere der Kirche eine Steigerung von Ost nach West ausmacht, ist es im Inneren gerade umgekehrt: Die Rundbogenarkaden des Mittelschiffes entwickeln sich erst beim Heraustreten aus dem Bereich der Empore zur vollen Ausformung. Sie ruhen auf Viereckspfeilern aus Kunststein mit seitlich vorgelegten Halbsäulen, die in abwechslungsreich ornamentierten Korbkapitellen aus Haustein enden bzw. bis zu den Apostelstatuen hochgezogen sind. Ihren Höhepunkt erfahren sie im weit gespannten Bogen der Vierung. Mit dem noch etwas niedrigeren Bereich unter der Empore bilden die fünfjochigen Seitenschiffe eine räumliche Einheit. Die groß- zügige Weiträumigkeit führt immer wieder auf das Zentrum hin. Der Kirchenraum hat eine zugleich vornehme und liebens-würdige Ausstrahlung.

Apsis- und Chorausmalung

Die Apsis- und Chorausmalung weist eine reiche Ornamentik auf und ist in den für den jugendstiltypischen Farben Gold, Violett, Oliv und Weiß gehalten. Das reiche Bildprogramm ist vom Bauherrn, Stadtpfarrer Anton Schwab, in sich geschlossen konzipiert: Die seit Adam und Eva sündige,erlösungsbedürftige Menschheit wurde durch die allerbarmende Liebe des göttlichen Herzens Jesu gerettet. Allen Menschen gilt die am Chorbogen auf goldfarbenem Untergrund angebrachte Einladung Jesu: „Kommet zu mir alle, die ihr muehselig und beladen seid.“ (Mt 11,28) In der Apsis thront Christus mitausgebreiteten, einladenden Armen auf einem Stuhl, dessen Stützen je zwei Löwen bilden. Über ihm schwebtdie Heilig-Geist-Taube mit ausge-breiteten Flügeln. Dieser Bereich ist stark vergoldet und mit Ornamentenin Lasurtönen umgeben.

Die Menschen wenden sich Christus zu (in der Beschreibung jeweils von links): An der Chorwandsind Eva mit der Schlange um ihr Bein und Adam mit einem Apfel in ihrer beiden Zerknirschung gebücktdargestellt. Über Eva vier begnadigte Sünder: ganz außen der rechte Schächer Dismas mit dem Tau-Kreuz, Maria Magdalena mit dem Salbölgefäß, Petrus mit den Himmelsschlüsseln und König David mit der Harfe. Von der anderen Seite kommen heilsuchende Menschen: eine sorgende Mutter mit ihrem Kind, ein lahmer Mann mit dem Stock, eine weinende Frau und ein gedrückter Arbei- ter. Über ihnen die himmlischen Heerscharen mitbrennenden Lampen und goldenen Kränzen. Sie bringen alle Mühsal der Menschen vor das Kreuz. Dieses trägt ein Herz in sich, von dem Segen entströmt.

Auszug aus dem Kirchenführer

St.Michael

Stadtberger Str. 9
86157 Augsburg

Die „alte“ Pfarrkirche von Pfersee

St. Michael war über Jahrhunderte hinweg die Pfarrkirche des Dorfes Pfersee. Sie wurde im Jahre 1700 geweiht. Aufgrund ihrer Architektur und ihrer reichhaltigen Ausstattung, des besonderen Stuckes aus Bandel- und Laubwerk,vor allem auch wegen der einmaligen Fresken von Johann Georg Bergmüller kann sie als Juwel kirchlicher Baukunst des Barock bezeichnet werden.