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Katholische Öffentliche Bücherei Herz-Jesu
Franz- Kobinger-Str. 10
86157 Augsburg
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Buchtipps

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Die hier empfohlenen Bücher finden Sie natürlich bei uns in der Bücherei …

Buchtipp Mai

Eine Familie in Deutschland

Zeit zu Hoffen, Zeit zu Leben

Peter Prange

Der international erfolgreiche Autor Peter Prange, 1955 geboren, lebt mit seiner Frau in Tübingen. Besonders mit seinen historischen Romanen gewann er die große Leserschaft. Seine Romane wurden in 24 Sprachen übersetzt, einige wurden bereits verfilmt.

 

In dem Buch, Eine Familie in Deutschland, widmet sich der Autor einem Kapitel der deutschen Geschichte in der Zeit von 1933 – 1939, der Zeit zwischen der Machtergreifung der Nationalsozialisten und dem Ausbruch des 2. Weltkriegs.

“Um eine Vorstellung von den damaligen Lebensumständen zu entwickeln, in der die Menschen gezwungen waren, ihre Lebensentscheidungen zu treffen, musste ich versuchen, ein möglichst umfassendes Panorama dieser Wirklichkeit zu zeichnen, mit den unterschiedlichen Facetten. Eine Familiengeschichte schien mir die dafür am besten geeignete Erzählform…

Fallersleben war in den 1930er Jahren ein Zweitausend-Seelen-Städtchen im Wolfsburger Land. Dort wurde das Lied der Deutschen gedichtet…, dort entstand auf Hitlers Befehlt die größte Automobilfabrik Europas, die Geburtsstätte des Volkswagenwerks…“ (Aus einem Interview mit dem Autor)

So entstand der spannende Roman, bei dem alle Makel der Zeit in eine erfundene Familie gepackt wurden. Die persönlichen Dramen der Familie werden mit historischen Ereignissen, Institutionen und Personen der Zeitgeschichte verknüpft. Nachdem die Kapitel kurz sind und sich die Perspektive ständig wechselt werden dem Leser auch die 670 Seiten nicht langweilig, er kann sehr gut mit allen Familienmitgliedern mitfühlen und mitleiden. Alle müssen sich immer wieder entscheiden: mache ich mit, beuge ich mich, widersetze ich mich?

Die Geschichte endet allerdings an einem Punkt der mehr erwarten lässt. Das Schicksal der einzelnen Familienmitglieder lässt den Leser nicht los, es steht der Beginn des 2. Weltkrieges bevor.

Zum Glück ist für den Herbst 2019 der Folgeband angekündigt.

Buchtipp April

Die Farben des Himmels

Christina Baker Kline

Der Roman beschreibt die Geschichte hinter dem Gemälde „Christinas Welt“. Es ist eines der bekanntesten amerikanischen Bilder des 20. Jahrhunderts und hängt im Museum of Modern Art in New York. Auf dem Vorsatzblatt des Buches ist es zu finden und zeigt eine junge Frau auf einem Feld liegend und ein Farmhaus betrachtend.

Schon als kleines Mädchen fällt Christina häufig hin weil ihre Beine ihr nicht gehorchen. Aber sie ist nicht bereit, sich den Einschränkungen ihres Körpers zu beugen. Die abgeschiedene Farm ihrer Familie in Maine ist die einzige Welt, die Ch. Olson kennt. Ihr Leben ist geprägt von schwerer Arbeit. Intensiv, einfühlsam und packend wird die Lebens- und Familiengeschichte von Ch. Olsen beschrieben, in zwei Zeitebenen 1896 und 1939. Der Roman zeigt ungeschönt das Leben im ländlichen Amerika, Anfang des 20. Jh., geprägt von 2 Weltkriegen und dem Abwandern der Jugend.

Christina Olsen war aber nicht nur die Frau auf Andrew Wyeths Gemälde, sie erfuhr auch eine tiefe Freundschaft mit dem Maler. Er zeigte ihr, dass es mehr als eine Art gibt zu lieben.

Ein lesenswertes, berührendes Buch.

Baker Kline, Christina wurde 1964 in England geboren und wuchs dort und an verschiedenen Orten der USA auf. Sie unterrichtet Literatur und Kreatives Schreiben. Ihr Roman „Der Zug der Waisen“ stand zwei Jahre lang auf der Bestsellerliste der New York Times.

Buchtipp März



Zuversicht

Mira Magén

Die Hauptfigur in ihrem Roman hat bei einem Autounfall Mann und Sohn verloren. Deshalb zieht die 39 jährige Witwe einen Schlußstrich unter ihr bisheriges Leben und sucht Zuflucht an einem ungewöhnlichen Ort. Die Protagonistin findet jedoch ihren eigenen Weg, nach dem Schicksalsschlag weiterzuleben, sie findet in ein selbstbestimmtes Leben zurück.

Die Geschichte birgt keine Versprechen, aber sie drückt eine gelassene, dem Leben vertrauende Haltung aus.Es geht um Auseinandersetzung mit Gott, Lebensfragen, Beziehungen, Alter…

Erzählt wird von Bewährungsproben die neue Lebensperspektiven eröffnen.

Wenn auch die Geschichte konstruiert erscheint und in manchen Phasen etwas langatmig ist, so ist sie doch lesenswert. Mira Magén gelingt es vortrefflich, wohl durch ihre Lebenserfahrung in ihren verschiedenen Berufen, Gefühle und Stimmungen zu erfassen und wunderbar auszudrücken.

Die Schriftstellerin ist Anfang der fünfziger Jahre in Israel geboren, studierte Psychologie und Soziologie. Nachdem sie alle 5 Jahre einen anderen Beruf wählte, Lehrerin, Sekretärin, Krankenschwester, arbeitet sie inzwischen ausschließlich als Schriftstellerin. Sie ist verheiratet und hat Kinder.

Ebenso lesenswert von der gleichen Schriftstellerin ist das Buch: Zu blaue Augen

Buchtipp Februar

Robert Seethaler
Das Feld

Das Feld – das ist der fiktive Friedhof eines kleinen Ortes in R. Seethalers neuem Roman. Die dort begrabenen erzählen ihre Geschichte und so entsteht ein Porträt ihrer Stadt und eine vielstimmige Gesamtschau auf das Leben.

Es sind nicht nur letzte Dinge, sondern Dinge und Situationen die man sich im Leben hätte sagen mögen, das aber, aus welchen Gründen auch immer, nie getan hat.

In der Frankfurter Rundschau vom 22. 06. 2018 hieß es:

„Wenn ein Autor 29 Tote ihr Kleinstadt-Leben erzählen lässt, wenn es ihm gelingt, den Leser noch mit der banalsten Episode zu berühren, ohne aus der Jenseits-Nummer Kitsch werden zu lassen, wenn er die Biografien Stück für Stück zusammen wachsen lässt und einen Roman daraus macht – dann muss das ein großer Erzähler sein.“ Stephan Hebel

Das Buch ist nicht leicht zu lesen, obwohl es aus einfachen Sätzen und überschaubaren Geschichten besteht. Das liegt an der Konstruktion, in der sich die Zusammenhänge erst nach und nach ergeben. Es ist aber auf jeden Fall ein lesenswertes Buch, man stellt sich die Frage: Was bleibt von einem Leben? Wenn ich auf mein Leben irgendwann zurückblicke, wovon würde ich erzählen? Eine Geschichte, eine Erinnerung an einen Moment, ein bestimmtes Gefühl?

Robert Seethaler ist 1966 in Wien geboren. „Ein ganzes Leben“ und „Der Trafikant“ sind ebenfalls sehr bekannte und bei uns in der Bücherei oft ausgeliehene Bücher.

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Veranstaltungen und Aktionen

Vorlesen und Basteln für 4– 7 jährige Kinder immer Dienstags ab 6. November 2018 von 16.00 bis 17.00 Uhr.

Lesungen in unregelmässigen Abständen

Lesestart – Stiftung Lesen

Aktion Bibfit

Asylothek

Wir bieten: multimediale Deutschkurse, mehrsprachige Bildwörterbücher, Bücher mit landeskundlichen Informationen über Deutschland, Fluchtberichte, Spiele, Bücher über die verschiedenen Religionen und wenige englischsprachige Bücher, um den Ankommenden den Zugang zur deutschen Sprache und Kultur zu erleichtern.

Unkomplizierte und kostenlose Ausleihe ist für Asylsuchende und ehrenamtliche Helfer möglich!