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Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter freuen sich unter der Leitung von Frau Margit Berger auf ihren Besuch. Herzlich eingeladen sind (nach vorheriger Anfrage auch außerhalb der Öffnungszeiten) alle Kindergärten und Schulen.

Im Bestand sind ca. 8.000 Medien!

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Mo 16.00 – 18.30 Uhr
Do 16.00 – 20.00 Uhr
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Katholische Öffentliche Bücherei Herz-Jesu
Franz- Kobinger-Str. 10
86157 Augsburg
Tel. 0821-25273274
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Buchtipps

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Die hier empfohlenen Bücher finden Sie natürlich bei uns in der Bücherei …

Buchtipp Juli

Russensommer

Meine Erinnerung an die Befreiung vom NS-Regime

Cornelia Schmalz- Jakobsen

Cornelia Schmalz-Jacobsen wurde 1934 geboren und arbeitete seit 1962 als Journalistin. 1968 trat sie in die FDP ein, sie hatte zahlreiche politische Ämter inne.

Mit ihrem Buch: Russensommer versucht sie dem immer noch weit verbreiteten Klischee „der russischen Bestien“, Kommunisten und Vergewaltiger etwas entgegenzsetzen.

Das Buch ist aus der Perspektive des Kindes geschrieben.

Deutschland 1943. In Berlin fallen Bomben und Cornelias Eltern, die sich gegen das Naziregim engagieren sind in großer Gefahr. Schweren Herzens entschließen sie sich, ihre gerade mal 8 jährige Tochter allein an die Ostsee zu Onkel und Tante zu schicken. Dort erlebt das Mädchen einen Sommer, den es niemals vergessen wird. Die russische Armee rückt immer näher, die Menschen fürchten sich, aber Cornelia freut sich auf die Befreiung. Mit drei jungen Rotarmisten schließt sie Freundschaft, an die sie sich ihr Leben lang erinnern wird und kommt am Ende sogar einem alten Familiengeheimnis auf die Spur.

„Russensommer enthält bewegende Erinnerungen, aber auch eine politische Botschaft.(der Spiegel)

Buchtipp Juni

Gott wohnt im Wedding

Regina Scheer

Ein Haus. Ein Jahrhundert. So viele Lebensgeschichten.

Alle sind sie untereinander und schicksalhaft mit dem ehemals roten Wedding verbunden, diesem ärmlichen Stadtteil in Berlin, mit dem heruntergekommenen Haus dort in der Utrechter Straße. Leo, der nach 70 Jahren aus Israel nach Deutschland zurückkehrt, obwohl er das eigentlich nie wollte. Seine Enkelin Nira, die Amir liebt, der in Berlin einen Falafel-Imbisss eröffnet hat. Leila, die gar nicht weiß, dass ihre Sinti-Familie hier einst gewohnt hat. Und schließlich die alte Gertrud, die Leo und seinen Freund Manfred 1944 in ihrem Versteck auf dem Dachboden entdeckt, aber nicht verraten hat. Regina Scheer, die großartige Erzählerin deutscher Geschichte, hat die Leben ihrer Protagonisten zu einem literarischen Epos verwoben voller Wahrhaftigkeit und menschlicher Wärme.

„Ein bewegender Roman“

HÖRZU (29. März 2019)

In einzelnen Kapiteln lässt die Autorin sogar das Haus in die Erzählrolle schlüpfen, ein geschickter Trick, um die Perspektive zu wechseln. Am Anfang verwirren die vielen Personen und Namen, jdoch am Buchende findet sich eine kleine Übersicht zu den Charakteren.

Der Roman ist nicht ganz einfach zu lesen, aber auf jeden Fall lesenswert. In Zeiten zunehmender Diskriminierung von Menschen mit Fluchterfahrung und Migrationshintergrund zeigt die Geschichte anschaulich, was Ausgrenzung, Flucht und Vertreibung für Auswirkungen hat, bis in die nächsten Generationen.

Regina Scheer veröffentlichte mehrere Bücher zu deutsch-jüdischen Geschichte und legte 2014 ihren ersten Roman: Machandel vor, für den sie den Mara-Cassens-Preis und den Ver.di-Literaturpreis Berlin Brandenburg erhielt.

Buchtipp Mai

Eine Familie in Deutschland

Zeit zu Hoffen, Zeit zu Leben

Peter Prange

Der international erfolgreiche Autor Peter Prange, 1955 geboren, lebt mit seiner Frau in Tübingen. Besonders mit seinen historischen Romanen gewann er die große Leserschaft. Seine Romane wurden in 24 Sprachen übersetzt, einige wurden bereits verfilmt.

 

In dem Buch, Eine Familie in Deutschland, widmet sich der Autor einem Kapitel der deutschen Geschichte in der Zeit von 1933 – 1939, der Zeit zwischen der Machtergreifung der Nationalsozialisten und dem Ausbruch des 2. Weltkriegs.

“Um eine Vorstellung von den damaligen Lebensumständen zu entwickeln, in der die Menschen gezwungen waren, ihre Lebensentscheidungen zu treffen, musste ich versuchen, ein möglichst umfassendes Panorama dieser Wirklichkeit zu zeichnen, mit den unterschiedlichen Facetten. Eine Familiengeschichte schien mir die dafür am besten geeignete Erzählform…

Fallersleben war in den 1930er Jahren ein Zweitausend-Seelen-Städtchen im Wolfsburger Land. Dort wurde das Lied der Deutschen gedichtet…, dort entstand auf Hitlers Befehlt die größte Automobilfabrik Europas, die Geburtsstätte des Volkswagenwerks…“ (Aus einem Interview mit dem Autor)

So entstand der spannende Roman, bei dem alle Makel der Zeit in eine erfundene Familie gepackt wurden. Die persönlichen Dramen der Familie werden mit historischen Ereignissen, Institutionen und Personen der Zeitgeschichte verknüpft. Nachdem die Kapitel kurz sind und sich die Perspektive ständig wechselt werden dem Leser auch die 670 Seiten nicht langweilig, er kann sehr gut mit allen Familienmitgliedern mitfühlen und mitleiden. Alle müssen sich immer wieder entscheiden: mache ich mit, beuge ich mich, widersetze ich mich?

Die Geschichte endet allerdings an einem Punkt der mehr erwarten lässt. Das Schicksal der einzelnen Familienmitglieder lässt den Leser nicht los, es steht der Beginn des 2. Weltkrieges bevor.

Zum Glück ist für den Herbst 2019 der Folgeband angekündigt.

Buchtipp April

Die Farben des Himmels

Christina Baker Kline

Der Roman beschreibt die Geschichte hinter dem Gemälde „Christinas Welt“. Es ist eines der bekanntesten amerikanischen Bilder des 20. Jahrhunderts und hängt im Museum of Modern Art in New York. Auf dem Vorsatzblatt des Buches ist es zu finden und zeigt eine junge Frau auf einem Feld liegend und ein Farmhaus betrachtend.

Schon als kleines Mädchen fällt Christina häufig hin weil ihre Beine ihr nicht gehorchen. Aber sie ist nicht bereit, sich den Einschränkungen ihres Körpers zu beugen. Die abgeschiedene Farm ihrer Familie in Maine ist die einzige Welt, die Ch. Olson kennt. Ihr Leben ist geprägt von schwerer Arbeit. Intensiv, einfühlsam und packend wird die Lebens- und Familiengeschichte von Ch. Olsen beschrieben, in zwei Zeitebenen 1896 und 1939. Der Roman zeigt ungeschönt das Leben im ländlichen Amerika, Anfang des 20. Jh., geprägt von 2 Weltkriegen und dem Abwandern der Jugend.

Christina Olsen war aber nicht nur die Frau auf Andrew Wyeths Gemälde, sie erfuhr auch eine tiefe Freundschaft mit dem Maler. Er zeigte ihr, dass es mehr als eine Art gibt zu lieben.

Ein lesenswertes, berührendes Buch.

Baker Kline, Christina wurde 1964 in England geboren und wuchs dort und an verschiedenen Orten der USA auf. Sie unterrichtet Literatur und Kreatives Schreiben. Ihr Roman „Der Zug der Waisen“ stand zwei Jahre lang auf der Bestsellerliste der New York Times.

Buchtipp März



Zuversicht

Mira Magén

Die Hauptfigur in ihrem Roman hat bei einem Autounfall Mann und Sohn verloren. Deshalb zieht die 39 jährige Witwe einen Schlußstrich unter ihr bisheriges Leben und sucht Zuflucht an einem ungewöhnlichen Ort. Die Protagonistin findet jedoch ihren eigenen Weg, nach dem Schicksalsschlag weiterzuleben, sie findet in ein selbstbestimmtes Leben zurück.

Die Geschichte birgt keine Versprechen, aber sie drückt eine gelassene, dem Leben vertrauende Haltung aus.Es geht um Auseinandersetzung mit Gott, Lebensfragen, Beziehungen, Alter…

Erzählt wird von Bewährungsproben die neue Lebensperspektiven eröffnen.

Wenn auch die Geschichte konstruiert erscheint und in manchen Phasen etwas langatmig ist, so ist sie doch lesenswert. Mira Magén gelingt es vortrefflich, wohl durch ihre Lebenserfahrung in ihren verschiedenen Berufen, Gefühle und Stimmungen zu erfassen und wunderbar auszudrücken.

Die Schriftstellerin ist Anfang der fünfziger Jahre in Israel geboren, studierte Psychologie und Soziologie. Nachdem sie alle 5 Jahre einen anderen Beruf wählte, Lehrerin, Sekretärin, Krankenschwester, arbeitet sie inzwischen ausschließlich als Schriftstellerin. Sie ist verheiratet und hat Kinder.

Ebenso lesenswert von der gleichen Schriftstellerin ist das Buch: Zu blaue Augen

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Veranstaltungen und Aktionen

Vorlesen und Basteln für 4– 7 jährige Kinder immer Dienstags ab 6. November 2018 von 16.00 bis 17.00 Uhr.

Lesungen in unregelmässigen Abständen

Lesestart – Stiftung Lesen

Aktion Bibfit

Asylothek

Wir bieten: multimediale Deutschkurse, mehrsprachige Bildwörterbücher, Bücher mit landeskundlichen Informationen über Deutschland, Fluchtberichte, Spiele, Bücher über die verschiedenen Religionen und wenige englischsprachige Bücher, um den Ankommenden den Zugang zur deutschen Sprache und Kultur zu erleichtern.

Unkomplizierte und kostenlose Ausleihe ist für Asylsuchende und ehrenamtliche Helfer möglich!