Pfarrbrief 2018/03
3 Im Alltäglichen das Heilige: Was wie Zufall aussieht, fällt uns nicht zufällig zu. Jemand erzählt Ihnen, was ihn innerlich bewegt. Und Sie spüren, dass dies auch für Sie wichtig ist. Es lässt sie nicht mehr los. Oder: Sie lesen die Hl. Schrift und bleiben an einem Wort hängen. Ein Wort, ein Satz, trifft Sie und Sie spüren, dass Sie gemeint sind. Es ist Jesus Christus, der Sie anspricht. Er gibt nicht nur eine Information. Er fängt mit Ihnen eine Freundschaft an. Vielleicht haben Sie schon 100 Mal in der Kirche das gleiche Wort der Heiligen Schrift gehört. Aber jetzt ist es anders. Mitten im Alltag Gott begegnen – so wie Maria, die davon dann voll Freude betet und singt: „Meine Seele preist die Größe des Herrn, … denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter. Denn der Mächtige hat Großes an mir getan und sein Name ist heilig“ (Lk 1,45.48.49) . Die Apostel werden später sagen: „Wir können unmöglich schwei- gen über das, was wir gesehen und gehört haben“ (Apg 4,21) . Ich wünsche Ihnen, dass Sie nicht fertig sind, sondern neu entdecken, dass Gottes große Liebe frei macht. mit dem Seelsorgeteam Auf ein Wort Liebe Pfarrgemeinde von Herz Jesu, liebe Bewohner von Pfersee! Was haben Sie im Urlaub entdeckt? Welche Landschaften, welche Menschen mit ihren unterschiedlichen Traditionen, welche Reichtümer an Natur und Kultur, welche Überraschungen durch erlebte Gastfreundschaft? Vielleicht haben auch die Kinder geholfen, im Kleinen das Große zu entdecken, im Gewohnten das Neue und Überraschende. Vielleicht haben Sie beim Besuch eines Kranken die Erfahrung gemacht, dass es nicht selbst- verständlich ist, gesund zu sein und jeden Morgen aufstehen zu können. Es ist ein Abenteuer, spannend und überraschend, bereichernd und aufrüttelnd, die verbor- genen Schätze eines jeden Tages und unseres ganzen Lebens zu entdecken. Im Äußeren das Innere entdecken – es ist nicht immer das Gleiche, was wir sehen! Manches sehen wir täglich und ge- wöhnen uns daran, als wäre es selbstver- ständlich, dass wir z. B. eine gute Nach- barschaft haben oder eine gute Erzieherin für die Kinder. Wir sehen etwas anders, wenn wir gerade auf einer Erfolgswelle schwimmen oder wenn wir enttäuscht und gar schwer krank sind. Die Schöpfung ist nicht nur Materie. Die Blumen haben eine Sprache, die uns von ihrem Schöp- fer und seiner Schönheit erzählen. Wir sollten nicht taub und blind dafür sein. Die Gedanken großer Geister können uns helfen, die Sprache der Dinge und Ereignisse zu hören und ihre Botschaft zu schätzen. Jemand schenkte mir zum Ge- burtstag dieses Wort des Hl. Augustinus: „Ein Stück des Weges liegt hinter dir, ein andres Stück hast du vor dir. Wenn du verweilst, dann nur, um dich zu stärken, nicht aber, um aufzugeben.“
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